Was sind die gängigsten Deckungen des Bundes?

 

Kurzfristige Lieferantenkreditdeckung (Einzeldeckung)

Die kurzfristige Lieferantenkreditdeckung des Bundes ermöglicht es deutschen Exportunternehmen, eine Forderung
aus einem einzelnen Ausfuhrgeschäft (Warenlieferung oder Dienstleistung) abzusichern. Das Zahlungsziel der
abgesicherten Geschäfte beträgt dabei bis zu 2 Jahre.

Das Instrument bietet Schutz vor einem Zahlungsausfall aufgrund

 

Die kurzfristige Lieferantenkreditdeckung kann nicht zur Absicherung sogenannter marktfähiger Risiken genutzt
werden. Das bedeutet, dass Auslandsgeschäfte mit OECD‐Kernländern (EU-Mitgliedstaaten, Norwegen, Schweiz, 
Island, Japan, Australien, Neuseeland, USA und Kanada) über private Ausfuhrkreditversicherungen oder andere
private Absicherungsinstrumente abgedeckt werden müssen.

 

Revolvierende Lieferantenkreditdeckung

Liefert der Exporteur regelmäßig an einen ausländischen Besteller mit kurzfristigen Zahlungszielen, kann der Bund
diese Einzeldeckungen auch als revolvierende Lieferantenkreditdeckung übernehmen. Dieses Verfahren
unterscheidet sich im Deckungsumfang und in der Höhe des Entgelts nicht von der kurzfristigen Einzeldeckung.
Die Abwicklung ist jedoch für den Exporteur deutlich einfacher. Dabei werden auf einen bestimmten Importeur auf
wiederkehrender Basis die im Laufe eines Jahres getätigten Umsätze im Rahmen eines im Voraus festgesetzten
Höchstbetrags gedeckt.

 

Mittel- und langfristige Lieferantenkreditdeckung (Einzeldeckung)

Grundsätzlich analog der kurzfristigen Lieferantenkreditdeckung. Die Laufzeit ist hier > 24 Monate. Es können auch
Risiken in den OECD- Kernländern gedeckt werden.

 

Ausfuhr‐Pauschal‐Gewährleistung („APG“)

Die APG ist eine kostengünstige und einfach zu handhabende Absicherung kurzfristiger Forderungen für deutsche
Exporteure, die wiederholt mehrere Besteller in verschiedenen Ländern beliefern.

Der APG‐Vertrag hat eine Laufzeit von einem Jahr. Das Angebot richtet sich an die mittelständische Exportwirtschaft
mit einem jährlichen deckungsfähigen Exportumsatz von mindestens EUR 500.000. Die Prämie ist meistens deutlich
günstiger als diejenige für Einzeldeckungen. Zudem entfallen Antrags- und Prüfungsgebühren.

Die APG bietet Schutz vor einem Zahlungsausfall aufgrund

 

Die APG kann nicht zur Absicherung sogenannter marktfähiger Risiken genutzt werden. Das bedeutet, dass
Auslandsgeschäfte mit OECD‐Kernländern über private Ausfuhrkreditversicherungen oder andere private
Absicherungsinstrumente abgedeckt werden müssen.

 

Ausfuhr‐Pauschal‐Gewährleistung‐light („APG‐light“)

Die APG‐light ist eine Pauschaldeckung für Ausfuhrgeschäfte, deren Kreditlaufzeiten 4 Monate nicht überschreiten.
In den Versicherungsvertrag werden alle deckungsfähigen Forderungen einbezogen. Wahlmöglichkeiten wie bei der
„klassischen“ APG bestehen allerdings nicht. So können beispielsweise Forderungen, für die ein Akkreditiv besteht,
oder Forderungen aus Leistungen nicht versichert werden. Die APG‐light bietet nur noch Schutz vor einem einzigen
Schadensfall; der Nichtzahlung der Forderung innerhalb von 6 Monaten nach Fälligkeit („protracted default“).

 

Fabrikationsrisikodeckung

Die Fabrikationsrisikodeckung empfiehlt sich besonders bei Spezialanfertigungen. Sie ermöglicht es deutschen
Exporteuren, die im Zusammenhang mit einem Ausfuhrgeschäft anfallenden Produktionskosten abzusichern.
Sie können isoliert gewährt oder mit einer Ausfuhrdeckung kombiniert werden.

Das Fabrikationsrisiko tritt in folgenden Fällen ein:

 

Finanzkreditdeckung

Die Finanzkreditdeckung sichert Banken, die einen Bestellerkredit vergeben, die hiermit verbundenen wirtschaftlichen und politischen Risiken ab.