Was ist ein Dokumenteninkasso („Documentary Collection“)?


Das Dokumenteninkasso ist eine Form der Zahlungsabwicklung im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr ohne Gewähr
für die Qualität und/oder Quantität der gelieferten Waren oder Dienstleistungen. Eine solche Gewähr ist nur durch eine
entsprechende Dokumentation bei Akkreditiven möglich. Deshalb kommt das Dokumenteninkasso als Instrument in der Regel
nur dann in Betracht, wenn Exporteur und Importeur sich bereits als zuverlässige Partner kennen.

Beim Dokumenteninkasso übergeben Sie als Exporteur einer Bank in Deutschland Dokumente/Warenbegleitpapiere
(z.B. Rechnung zusammen mit Transportdokumenten) und erteilen dieser einen Inkassoauftrag. Ihre Bank sendet die
Originaldokumente anschließend mit dem Inkassoauftrag an eine vom Importeur benannte Bank oder an eine
Korrespondenzbank im Land des Importeurs.

Nach einer Prüfung der Dokumente auf Vollzähligkeit und inhaltliche Übereinstimmung mit dem Inkassoauftrag avisiert
die eingeschaltete Bank im Importland (Inkassobank) dem Importeur das Vorliegen des Inkassoauftrages. Der Importeur
weist die Bank an, die Inkassodokumente aufzunehmen und Zahlung zu leisten. Danach bekommt der Importeur die
Dokumente ausgehändigt.


Werden die Inkassodokumente vom Importeur jedoch nicht aufgenommen, wird nach Weisungen der Bank des Exporteurs
die Ware zurückversandt oder eingelagert und zur Verfügung der Bank gehalten.

In der Praxis gibt es zwei Formen des Dokumenteninkassos:

Vorteile für Sie als Exporteur:

Nachteile: